Rampenschnack – Folge 13 mit Generalmusikdirektor Sebastian Lang-Lessing

Shownotes

Rampenschnack – Folge 13 mit Generalmusikdirektor Sebastian Lang-Lessing

In der neuen Folge von Rampenschnack ist Generalmusikdirektor Sebastian Lang-Lessing zu Gast und blickt gemeinsam mit uns auf die vergangene Spielzeit zurück.

Welche musikalischen Höhepunkte sind ihm besonders in Erinnerung geblieben? Welche Produktionen haben das Philharmonische Orchester Hagen besonders gefordert? Und was macht die Zusammenarbeit mit Ensemble, Chor und Publikum am Theater Hagen so besonders?

Außerdem spricht Sebastian Lang-Lessing über den Abschluss der Saison, die Bedeutung gemeinsamer Konzerterlebnisse und gibt einen kleinen Ausblick auf die kommende Spielzeit. Freut euch auf persönliche Einblicke, spannende Geschichten aus dem Orchestergraben und ein Gespräch über Musik, Leidenschaft und die besondere Atmosphäre am Theater Hagen.

Transkript anzeigen

00:00:04: Achtung, Achtungen!

00:00:05: Das ist das dritte Zeichen für den Podcast Rampenschnack.

00:00:09: Bitte alle Beteiligten zur Bühne.

00:00:12: Hallo und herzlich willkommen zu Rampenschnack dem Podcast des Theaterhagen.

00:00:18: Ich freue mich sehr wieder Sebastian Langlesing zu begrüßen diesmal für unsere super Sommerfolge über die neue Spielzeit.

00:00:27: ich habe schon an anderer Stelle gesagt ich hoffe dass unsere Zuhörerinnen irgendwo am Pool liegen und uns hören.

00:00:33: oder Vielleicht gibt's hier ein See eigentlich in Hagen?

00:00:37: Was eine

00:00:38: Frage.

00:00:38: Haakortsee, genau!

00:00:40: Hengsteil...

00:00:40: Hengstein, also ich hoffe das ... Seenlandschaft.

00:00:44: Genau dass sie alle am See liegen und uns hier zuhören.

00:00:47: wir haben leider kein Cocktail.

00:00:48: Ich hätte mich besser vorbereiten

00:00:49: müssen.

00:00:49: Ja, Apropos Spritz

00:00:50: ist es.

00:00:51: Das wäre eigentlich schön gewesen.

00:00:52: naja

00:00:53: Ich hab heute noch eine Generalprobe.

00:00:56: Musste dir vorstellen?

00:00:58: Genau.

00:00:59: Sebastian Langlesing, du bist hier.

00:01:00: Normalerweise frage ich immer wer du bist.

00:01:04: Jetzt frage dich aber eher ... Wer ist die neue Spielzeit?

00:01:09: Die neue Spielzeiten ist eigentlich meine erste, was die Symphoniekonzerte angeht, autark gestalten konnte.

00:01:16: Weil ich relativ spät in die Spielzeitplanung ... dieser Saison erst eingestiegen bin.

00:01:23: Da konnte ich zwar noch viele Weichen stellen, aber die Grundstruktur, die mir übrigens auch sehr gut gefallen hat, habe ich natürlich übernommen.

00:01:32: Jetzt konnte ich eigene Akzente mehr setzen und das schlägt sich eigentlich darin nieder, dass es mir wirklich darauf ankam, die Klangindiatität des Orchesters zu formen vollständig zu besinnen.

00:01:51: Das sprich, es interessiert mich in dieser Spielzeit nicht so sehr dass ich hundert Aushilfen engagiere um die Gurrelieder zu machen sondern mir ist es entscheidend das unser Orchester und unsere eigenen Musiker wirklich auch an den Vordergrund treten mit unserem Klangkörper intensiv zu arbeiten.

00:02:12: Das heißt du hast auch Stücke ausgewählt für die

00:02:16: acht

00:02:17: Symphoniekonzerte, die wir in der neuen Chesszeit haben.

00:02:19: Neun?

00:02:21: Die zu diesem Orchester passen, verstehe ich das richtig.

00:02:23: Genau!

00:02:26: Wir sind ein Schumannorchester in gewisser Weise, deswegen der Schwerpunkt Schummern.

00:02:30: Die frühe Romantik ist quasi unserem Orchester auf die Brust geschrieben, sag' ich mal so... Schumarn ist für mich ein unglaublich wichtiger Komponist.

00:02:41: Ich liebe Schumern sehr.

00:02:42: Schummer wird oft falsch verstanden vor allem, was die Orchestermusik angeht.

00:02:46: Mit der Kammermusik und den Liedern freuten sich die Leute sehr an und behaupten dann ja, dass die Orkestermusik dementsprechend nicht auf dem selben Niveau.

00:02:55: Das stimmt natürlich überhaupt nicht!

00:02:57: Schumann war ganz entscheidend in der Revolution des modernen Symphonieorchesters in der Romantik.

00:03:08: Der Weg von Beethoven zu Brahms ging über Schummann Und das ist schon ganz wichtig, also das zu begreifen.

00:03:19: Du hast gerade gesagt der Weg von Beethoven zu Brahms ging über Schumann.

00:03:24: wenn wir Schummern ganz kurz umreißen könnten?

00:03:27: Also was sind so für dich glaubst du die wichtigsten Marker in seiner Karriere, die dann auch zu seinen symphonischen Werken geführt haben?

00:03:36: Na ja Schummann ist ja auch derjenige Schubert wieder ins Bewusstsein gehoben hat.

00:03:45: Vor allem über die große CDU-Symphonie, die er ja quasi wieder entdeckt hat.

00:03:50: Dass man das Skript übergeben nimmt ... Die U-Aufführung der Symphony ist auch auf seine Initiative entstanden und ... Er hat ja das als Musikkritiker, der auch war.

00:04:05: Er war ein wichtiger Influencer.

00:04:07: Hat sogar eine Zeitung gehabt?

00:04:08: Ja, die neue Zeit für Musik.

00:04:10: Genau!

00:04:11: Er war quasi ein enorm wichtiger Influence aus dieser Zeit.

00:04:15: Er schubert den Symphoniker wieder erweckt und das ist für seine eigene Tonsprache im orchestralen Bereich auch sehr ausschlaggebend gewesen.

00:04:29: Romantiker durch und durch, damit meine ich das ist natürlich alles der dieser Sturm-und Drangperiode Goethes folgerichtig zu beschreiben.

00:04:42: Das ist eine Musik die wirklich dem Prinzip folgt nur wer die Sehnsucht kennt weiß was sich leide und das zeigt sich eben auch in der Musik Schumanns.

00:04:54: Schummann hatte ja Diese zwei Charaktere in seiner Musik Florestan und Eusebius, die ständig wie ein Ying und Yang gegeneinander miteinander Antiproden ausspielen.

00:05:09: Seine Musik changiert permanent zwischen diesen beiden dem eher fröhlichen und zugewandten und dem mehr reflektierenden, ich will jetzt gar nicht depressiven sagen, sondern der reflektierenen Seele.

00:05:26: Und diese beiden changierenden Persönlichkeiten machen die Musik Schumanns so aus.

00:05:33: Nicht dass er die in einzelnen Werken vorstellt, sondern das passiert permanent, permanent und immer gleichzeitig oder im schnellsten Wechsel.

00:05:43: fangen wir mit dem ersten Sinfoniekonzert auch chronologisch in der Zeit an?

00:05:49: Oder was ist das Konzept hinter der Abfolge, wie Sie kommen.

00:05:53: Das erste Sinfoniekonzert findet im Theater statt und da sind wir platzmäßig ein kleines bisschen begrenzter als in der Stadthalle, was die Bühne angeht.

00:06:02: Deswegen habe ich den Konzert einen klassischen Rahmen gegeben.

00:06:07: Aber so klassisch ist es nicht weil ... Wir fangen gleich mit einer Uraufführung an, mit zwei Uraufführungen offen gestanden.

00:06:16: Zuerst stellen wir unseren Composer in the Residence also Detlef glanert vor für mich der wichtigste lebende deutsche Komponist.

00:06:25: Entschuldigung ihr Andern dort draußen aber Detleff ist auch ein sehr guter Freund von mir Aber er ist wirklich der Erbe Hans Werner Hensis und einer der wichtigsten Opernkomponisten in Deutschland.

00:06:40: Das sieht man schon daran, wo die Auftragswerke entstanden sind an allen großen Häusern.

00:06:46: und Detlef hat für Hamburg, fürs philharmonische Orchester, Staatsorchester Hamburg eine Symphonie im Heidenstiel geschrieben und diese Sinfonie war nur dreisätzlich konzipiert Und für uns schreibt er ein Menuet dazu.

00:07:04: Das wurde gerade uraufgeführt in Hamburg und bei uns kommt jetzt das Menuet da zu, wird eine vollständige viersätzige Symphonie die so ein bisschen augenswinkert neoklassizistisch ist wie wir das von Bonpo Kroffi zum Beispiel kennen.

00:07:20: Die Symphonieklassik.

00:07:22: So ist es eine neoklassesistische Symphonies des XXI.

00:07:27: Jahrhundertes.

00:07:28: Und danach folge schon die zweite Ohrführung, nämlich das neue Konzert für Bandoneon und Orchester von JP Joffre.

00:07:38: Auch ein sehr langer Weggefährte von mir.

00:07:40: Ein ganz, ganz lieber Freund!

00:07:42: Wir haben Teile dieses Konzerte in London aufgenommen, in einer anderen Orchestrierung für kleine Streicherensemble.

00:07:51: Das haben wir im vergangenen Jahr in London ausgenommen.

00:07:54: aber das Konzert wie es jetzt konzipiert ist mit großem symphonischen Apparat wird hier in Hagen Uhr aufgeführt und wir werden dann mit großer Sicherheit auch eine Produktion daraus machen.

00:08:08: also JP ist Argentinier wie Astor Piazola Der legitime Erbe.

00:08:16: Astropia Solas spielt selber das Bandoneon, schreibt die Musik für sich und natürlich ist es vom Tango beeinflusst.

00:08:24: Deswegen heißt der Stück auch Tankophonus.

00:08:26: also Es ist ganz und gar nicht verkopfte neue Musik aller Darmstädter Schule sondern es ist wirklich ganz Also, dass Musikdienst Hans Bein geht und sehr stimmungsvoll.

00:08:42: Und er wird selber da sein und das Uhr aufhören.

00:08:46: Danach kommt die Jupiter-Symphonie von Wolfgang Amadeus Mozart also seine letzte Symphony und auch wie ich finde seinen großartigstes symphonisches Werk.

00:08:58: Ich glaube, da kann sich das Orchester in seiner Flexibilität und Stil ... Sicherheit bestens präsentieren.

00:09:12: Das zweite Symphoniekonzert hat dann eben den... ersten Schuhmann sozusagen, nämlich Frühling und Rheinische.

00:09:21: Das passt auch zum Oktober wo wir das spielt.

00:09:25: Naja, das Interessante ist ja also Frühling-und die Rheinischen kombiniere ich so dann und die vierte und die zweite im darauffolgenden Konzert.

00:09:38: was wir anbieten dann im Theater wieder als quasi, als Bonus.

00:09:44: Wir haben ... Es wurden ja... Als ich ankam, wurden zwei Symphoniekonzerte aus den Konzerten herausgekommen.

00:09:51: von zehn wurde auf acht reduziert und damit gehen wir wieder zurück in die andere Richtung denn es war auch der Wünsch der Abonnenten eigentlich mehr wieder zu bekommen was für mich sehr wichtig ist.

00:10:05: wenn nicht so ein Zyklus machen mit allen Symphonien Robert Schumanns mit den vier Symfonien Dann möchte ich das in zeitlicher Nähe machen, weil wir tauchen mit dem Orchester ganz intensiv in diese Stylistik ein von Robert Schumann.

00:10:18: Die schwieriger zugänglich ist als Brahms oder Czekowski, man kann die Musik nicht einfach so spielen, man muss schon stilistisch sehr tief eindringen um zu wissen wie man diese Musik zum Klingen bringen.

00:10:36: Das heißt, es ist auch für das Orchester noch mal eine spezielle Probenphase um sich dieser Musik zu nähern.

00:10:43: Und eine Spielweise zu finden die dem Schumann der Kammermusik gerecht wird.

00:10:49: und die Kammer-Musik-Schumanns ist ja sehr agogisch sprich sehr frei.

00:10:55: im Orchester ist das oft nicht so möglich scheinbar aber wir sind ja ein Opernorchester sie sind sehr flexibel Und so muss eben Schumanns Symphonien, die müssten auch so gespielt werden.

00:11:09: Mit der gleichen kammermusikalischen Flexibilität.

00:11:12: Das ist mein Ziel und das paaren wir dann mit Death Devs Glanath's kon-geniale Orchesterierung von Fanny Mendelssohnz.

00:11:22: das Jahr, das ist ihr größter Klavierzyklus ganz fantastischer Klavier-Zyklus und den hat Death Dev Glanad orchestriert Und das wird uns dann weiter auch durch das Jahr begleiten.

00:11:37: Wir teilen den Zyklus in vier Abschnitte, den Jahreszeiten entsprechend ein und die Paarung da mit Schumann ist natürlich sehr naheliegend in gewisser Weise.

00:11:49: Genau!

00:11:49: Denn am siebten Elften ist dann das erste Mal und dann geht es im Dezember schon weiter mit Fanny Mendelssohn Hänselts Orchester-Version durch Detlef Clanat und da kommt aber auch direkt, würde ich mal sagen für Leute die nicht so tief im klassischen Musikgeschehen stecken ein Titel den sie kennen könnten auf unser Programm.

00:12:14: Die Bilder einer Ausstellung?

00:12:16: Wie kommst du dazu,

00:12:18: die zu wählen?

00:12:19: Also in amerikanischen Orkestern gibt es eine Topliste der top fünf.

00:12:30: Komposition und Bilder einer Ausstellung ist unangefochten die Nummer eins, schon seit seit Ewigkeiten.

00:12:39: Komischerweise in Deutschland wird das Werk gar nicht so viel gespielt wie man sieht... Und ich habe mich auch gewundert dass es länger hier nicht gelaufen ist.

00:12:49: und in der Orchestrierung übrigens von Maurice Ravel, die ich immer noch für die Beste halte Da gibt es ein kleines Bombo, weil Ravel hat die Klavierfassung von Rimsky-Korsakov als Grundlage genommen.

00:13:07: Da fehlt aber eine Promenade!

00:13:09: Warum?

00:13:10: Das weiß niemand... Nicht

00:13:11: übertragen worden

00:13:12: einfach?!

00:13:12: Die ist nicht übertragend worden.

00:13:13: oder Rimski Korsakov hat sie gestrichen oder es war im Manuskript nicht da.

00:13:18: genau kann ich das jetzt nicht nachvollziehen.

00:13:21: Aber Ich habe Oliver Grun gebeten diese Fünfte Promenade zu orchestrieren, die wird dann auch Uhr aufgeführt.

00:13:29: Die setzen wir genau da ein wo sie im Klavier Wenn Slato Slav Richter das gespielt hätte kommen würde und das finde ich nur legitim weil Ravel hatte sie nicht sonst hätte er sie nicht hätte nicht eigenmächtig Etwas.

00:13:45: weggenommen sind noch an zwei kleinen anderen Stellen Eingriffe von Rimsky aber diese marginal.

00:13:51: es ist Ein takt der fehlt im Schloss, da greife ich jetzt aber dann nicht wieder auf das Klavier original zurück.

00:14:02: Und Oliver Grun?

00:14:04: Woher kennst du den?

00:14:05: oder wieso kommt der zu uns?

00:14:08: Oliver Grün hat in dieser Spielzeit diese Vollendung der sieben letzten Lieder mit Anker Trin Jemczyk – das haben wir ja auch uraufgeführt hier in Hagen – diese krongeniale Orchestration ... des einen fragmentierten Liedes Die Nacht und dann die Orkestration der Malven vorgenommen.

00:14:30: Und ich kenne ihn aus meiner Zeit in Rostock, aus meiner Anfängerzeit.

00:14:36: Und er ist ein Solo-Posaunist im Theater.

00:14:39: Ich habe seinen Posaunenkonzert mit ihm damals als Zweiundzwanzigjähriger auf Uhr aufgeführt und es ist ein ganz großartiger Komponist

00:14:52: Und in diesem Konzert kommt auch an der Violin.

00:14:55: noch ein ganz spezieller Gast.

00:14:57: Auch aus dem Pot?

00:14:59: Genau, nehm ich Frank-Peter

00:15:00: Zimmermann!

00:15:01: Der einer der größten deutschen Geiger überhaupt und wir freuen uns wahnsinnig ihn wieder hier zu haben mit einem Konzern was man nicht so häufig hört nämlich das Walton Violinenkonzert.

00:15:15: Ich muss einmal Husten, Entschuldigung Genau, dann sind wir eigentlich schon wirklich im neuen Jahr.

00:15:22: Ich finde es echt krass!

00:15:23: Heute hat mir jemand irgendetwas von dem Jahr- und Dreißig erzählt und ich dachte so das ist doch die Zukunft.

00:15:29: Aber soweit ist das nicht weg?

00:15:30: Nee, das

00:15:31: ist nicht sowei weg.

00:15:32: Und der sechsenzwanzigste erste, siebenundzwanzige ist auch nicht so weit weg und da machen wir die Wagner Gala Tatsächlich Sängerin und Sänger bei dem Konzert dabei.

00:15:44: Vielleicht kannst du uns kurz ein bisschen mitnehmen, was bedeutet überhaupt Wagner Gala?

00:15:48: Was können wir uns darunter vorstellen?

00:15:49: Wo liegt da der Fokus für dich?

00:15:51: Es ist einfach die Idee dass wir in dieser Saison weder ein Werk von Richard Strauss noch von Richard Wagner spielen aber diese große deutsche romantische Oper doch auf die Bühne bringen wollen und auch sei es in konzentranter Form Da wir jetzt nicht beabsichtigen in den nächsten drei Spielzeiten den Ring des Igolungen aufzuführen, der oft an vielen Provinzbühnen zum Ring der nie gelungen führt.

00:16:19: Weil man einfach gar nicht in der Lage ist dieses massive Werk.

00:16:23: Das ist ein Festspielwerk was eigentlich in den normalen Theaterbetrieb auch ganz schwer rein zu quetschen ist.

00:16:32: Abgesehen davon dass ich auch der Meinung bin das diese Werke auch vom Publikum verlangen aus dem Büro zu kommen, schnell was runterzuwürgen und dann sich fünfeinhalb Stunden in die Götterdämmerung zu setzen.

00:16:47: Das ist brutal!

00:16:48: Und da ist bei Reut schon ein anderes Feld.

00:16:52: abgesehen davon sind da die Pausen eine Stunde.

00:16:55: das ist

00:16:55: die andere Sache die wir überfordern damit das Publikum oft aber die Leute sind ja Die wagende Begeisterung Ist ja auch unglaublich.

00:17:07: die leute werden reingesogen in diesen Bann und das freuen wir natürlich den Leuten nicht freundhalten.

00:17:13: Die Wahlkürre ist so, dass aus dem Ring die Oper, die auch eigenständig sehr gut funktioniert und der erste Akt der Wahlküre ist ein intimes Kammerspiel von drei Personen Sieglinde und eben Hunden und das funktioniert in sich schon geschlossen.

00:17:34: Das ist ein erster Programmteil, der knapp über eine Stunde ist.

00:17:38: und dann machen wir noch so ne kleine Fahrt durch den Ring mit Wotans Abschied bis hin zum Siegfrieds Traumarsch und zum Ende der Götterdämmerung.

00:17:53: Der Valkyrenritt darf auch nicht fehlen.

00:17:55: Also das ist so ein the best of ring Eine kondensierte Fassung was ich sehr schön finde machen wir in der Stadtthalle mit unseren eigenen Kräften.

00:18:04: Das ist auch wichtig, alles aus dem Ensemble besetzt!

00:18:07: Ja das finde ich auch total schön und wirklich eine richtige Eigenproduktion ist.

00:18:11: Und ich habe gerade noch mal gedacht es ist vielleicht auch wirklich was für Neuankömmlinge im Orchester oder in... einfach Leute, die Wagner gar nicht kennen.

00:18:21: Die sagen können ich komme jetzt mal zur Wagner Gala und höre mir das an und hab dann vielleicht auch Lust noch mehr zu erfahren von diesem Komponisten der ja irgendwie schon so zum Standard-Klassik-Repertoire in Deutschland gehört.

00:18:35: also rein was man so spricht.

00:18:37: aber ich finde dass ist auf jeden Fall auch etwas wo ich mir vorstellen könnte zu sagen ja kommt auch vielleicht mit jüngeren Leuten oder so einfach mal einen Sneak Peek ein bisschen.

00:18:46: wir haben vor über Filmmusik gesprochen.

00:18:50: Ich sagte ja, Korngold hat die Filmmusik erfunden.

00:18:53: Aber eigentlich hat Richard Wagner die Film- Musik erfunden!

00:18:56: Weil Richard Wagner schreibt Filmmusik und das ganze Konzeption seiner Oper entspricht dem Film.

00:19:02: Das eine greift in das andere, was er als Gesamtkontzwerk erklärt hat.

00:19:09: Und die Story ... Wagner hat ja grundsätzlich mit dem Text zuerst angefangen.

00:19:13: Er hat zuerst den Text geschrieben

00:19:15: immer.

00:19:15: Und selber auch immer den Text.

00:19:16: Immer selber den Text und zu ersten Text geschrieben dann Motivik entwickelt und daran anknüpfen, die Musik- und Dramaturgie der Musik geschrieben ist.

00:19:31: Das ist schon ein sehr interessantes Vorgehen.

00:19:34: Sehr nahe eben an der filmischen

00:19:37: Arbeit.

00:19:38: Ja das stimmt!

00:19:40: Genau wenn wir dann in das Programm weiter gucken gibt es auch noch große Namen.

00:19:48: aber was mich was ich überrascht hatte, weil ich das überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.

00:19:53: Das Beethoven-Zweihundertsten-Todestag

00:19:55: jetzt?

00:19:56: Ja, den zweihundertzigsten Geburtstag wollten wir alle wunderbar feiern und dann ist es ganz total einfach ins Wasser gefallen.

00:20:11: Der Zweihundertster Todestag Mein Todestage sind Gedenktage.

00:20:16: Das ist nicht so in Feierlaune, aber wir wollen das natürlich schon würdigen und mit einem Programm was genialer nicht sein könnte.

00:20:25: dem fünften Klavierkonzert unter fünftem Symphonie hört sich unheimlich plakativ an.

00:20:30: Aber es sind schon zwei sehr entscheidende Schlüsselwerke im Werkebedoven.

00:20:33: Das fünfte Klavier Konzert als ein letztes Klavier konzert ist schon so ein bisschen die das ultimative Klavier-Konzert Und ich bin sehr froh, dass François Ferdigy auch ein ganz lieber alter Freund von mir.

00:20:48: Ein wirklich ausgewiesener Beethoven-Spezialist der die Zweiunddreißigsonaten zum Beispiel weltweit im Zyklus aufführt und komischerweise auch so aussieht wie Beethoven.

00:20:59: Vielleicht ist das so'n Morphingprozess, der langsam beginnt?

00:21:02: Naja es irgendwie ja!

00:21:04: Da weiß man was war zuerst da... Die Haare oder die Liebe zu Beethoven aber bei ihm Das identifiziert sich sehr mit Beethoven.

00:21:16: Und die fünfte Symphonie wurde auch länger nicht aufgeführt und ist natürlich schon ein Schlüssel-Werk, Beethovens.

00:21:24: Absolut!

00:21:26: Ich springe jetzt mal so.

00:21:27: noch zu anderen Formaten ...

00:21:29: Wir sollten vielleicht noch die Kamina Burana erwähnen, die wir dann nach Köln bringen in die Philharmonie.

00:21:35: Auch eines der wichtigsten Chorwerke überhaupt.

00:21:40: Und das waren sie in den Jahrhunderts und jeder kennt Ofortuna, also das ist schon... Eigentlich als Ballettkonzipiert, aber natürlich heute auf dem Konzert-Prodium.

00:21:51: Kombinieren wir übrigens mit Girlschwins Rhapsody in Blue – also das Populära kann man fast das Programm gar nicht gestalten!

00:21:58: Ja und auch schön dass diese Kooperation mit der Kölner Philharmonie weiter besteht, dass

00:22:04: sie weiter aufweisen

00:22:04: können.

00:22:05: Genau ist übrigens der Hochschulkohol der Musikhochschule Köln.

00:22:08: Wir werden einen mindestens Hundertfünfzighundessiebzig Choristen auf der Bühne haben

00:22:13: und auch die Soli besetzt aus unserem Ensemble.

00:22:18: Genau, dann haben wir auch noch so Special Formate zum Beispiel Symphonic Pops was dieses Spiels her Classic in Jeans hieß.

00:22:26: Was ist da nochmal die Idee dahinter?

00:22:28: Was bedeutet Symphronic Pops für dich?

00:22:30: Das heißt einfach populäre Musik unter Beteiligung des Orchester, wenn ich das so Deutsch formulieren darf.

00:22:40: Klingt natürlich nicht so prägnant!

00:22:42: Aber das sind phonische Musikpopulären Inhalts.

00:22:47: Das will unterhalten und da sind die Grenzen zwischen U-und E sehr fließend, die für mich sowieso etwas künstlich sind... Ich

00:22:58: wollte gerade sagen, dass ist ja auch manchmal wirklich ein bisschen.

00:23:03: Es gibt nur gute und schlechte Musik.

00:23:06: Da sollte man ... Aber die Schlechte führen wir nicht auf.

00:23:11: Nee, genau!

00:23:11: Und da sind auch wirklich drei, finde ich sehr interessante Konzerte.

00:23:16: La Dolce Vita ist so mit Fellini-Klassikern.

00:23:19: Ja, wir widmen uns genau das italienische Lebensgefühl.

00:23:24: Dadurch dass wir am Hause drei Teneure haben, die unterschiedlicher nicht sein können?

00:23:30: könnten.

00:23:32: Unser Neuzugang wird Daniel Schlieber, dann natürlich Anton Krusinov aber auch Richard von Gematz sein.

00:23:38: die drei sind unsere drei Teneur und ja also Osolomio und Vincera Nesundorma wird auch vorkommen aber eben auch Volare und andere Klassiker.

00:23:55: Und dann gibt es Babylon Berlin Symphonic.

00:23:58: das ist nennt man das Filmmusik, auch wenn es für Serien ist.

00:24:03: Ja von Tom Tickler?

00:24:05: Genau, Babylon Berlin von TomTickler was ich auch super spannend finde Für Serien-Fans die dann das Live erleben können.

00:24:13: Es gibt weiterhin Familienkonzerte.

00:24:15: Das

00:24:15: dritte ist übrigens ein Broadway Konzert.

00:24:20: Wir widmen uns den ganzen klassischen typischen wie man das in Amerika sagt Pops Programme.

00:24:26: Genau, deswegen mag ich auch diesen Titel gerne Symphonic Pops.

00:24:30: Und genau es gibt weiterhin Familienkonzerte.

00:24:32: wenn wir nochmal zurückgehen auf sozusagen diese Klang-Identität die du angesprochen

00:24:42: hast

00:24:42: vielleicht noch mal unabhängig vom Programm weil das kann man ja auch in unserem Spielzeitheft gut nachlesen kannst du uns noch einmal ein bisschen mitnehmen?

00:24:49: wie Findet man so was Raues als Dirigent, als Generalmusikdirektor?

00:24:54: Wie findet man diese Klangidentität von einem Orchester raus oder wie näher hat man sich der an.

00:25:01: Man will sie gemeinsam gestalten.

00:25:03: also das hängt mit der Orchestergröße zusammen.

00:25:06: deswegen das Repertoire.

00:25:08: es hängt aber auch damit zusammen dass wir ein typisches Theater und Konzertorchester sind.

00:25:17: Das ist ja ganz anders als ein Rundfunkorchester, wir arbeiten ganz anders.

00:25:23: Da ist eine Notgedrungen, eine ganz andere Flexibilität gefragt Und ich finde es sehr interessant diese Flexibilitet aus dem Opern Musical Bereich Einfließen zu lassen in unsere Arbeit In den symphonischen Konzerten.

00:25:40: das ist schon wichtig.

00:25:42: Es ist immer interessant wenn man die Spitzenorchester der Welt vergleicht Dann gibt es nur eins, was heraussticht durch die Tatsache das ist ja primär ein Opernorchester.

00:25:54: Und da sind die Wiener Philharmoniker, die eigentlich nur Mitglieder ... Man wird nur Mitglied der PhilharMoniker wenn man Mitglied des Orchester der Wieners Staatsoper ist.

00:26:05: und das setzt ... Das trennt die PhilharMONiker von allen anderen Spitzenorchestern in der Welt ab.

00:26:12: also die rein symphonisch arbeiten hier auf unserer Ebene und das sage ich jetzt gar nicht in abwertender Form, sondern wir sind da in den Ansprüchen durchaus auf Augenhöhe.

00:26:28: Ich finde es eben sehr schön die symphonic denen entsprechend zu gestalten.

00:26:36: Deswegen sage ich Schumann wie Kammermusik, wie Lied aufzuführen dass man natürlich mehr vom Gesang kommt.

00:26:43: also Ein Orchester, was ständig in Berührung mit dem Gesang ist, klingt anders als ein Orchester das nur ab und an mal einen Sänger als Solist hat.

00:26:53: Das ist ... Ein Orkester muss singen lernen und begreifen dass Begleitung nicht existiert also eben hintergrund sondern es ist immer auch ein symphonisches Arbeiten in der Oper.

00:27:07: Ja es ist ja immer auch eine Ensemblemitglied zu sagen.

00:27:11: Abschließend habe ich noch eine Frage.

00:27:13: Und zwar, wenn du dir was wünschen könntest, was unsere Zuschauerinnen und Zuschauer unter Hörerinnen und Hörern von der Spielzeit des Philharmonischen Orchesterhagens mitnehmen?

00:27:24: Gibt es irgendwas, was du dir wünschst, das am Ende sozusagen jemand auf der Straße dir zuruft?

00:27:31: Dass sie einfach total begeistert sind und ihr Orchester als ihr Orkester auch wahrnehmen als eine Ikrone und einen Leuchtturm... von der Kultur in Hagens und wirklich auch stolz sein können auf dieses Orchester.

00:27:47: Ich glaube, das können sie auch wirklich!

00:27:49: Und es gibt viele Orchester in dieser Gegend... Man kann zwanzig Minuten fahren und sich an anderes Orchester anhören.

00:27:59: aber diese Identifikation mit dem eigenen Orchester die sollte doch wirklich tief ins Herz unserer Stadtgesellschaft dringen, sodass wir alle und denken, warum soll ich denn nach Dortmund oder Düsseldorf fahren?

00:28:18: Hier bin ich Mensch.

00:28:21: Hier kann nicht sein!

00:28:23: Sehr schön.

00:28:24: Deswegen haben wir auch ganz viele Partizipative und Outreach-Projekte vom Orchester noch, die man alle auf der Webseite sehen kann und in diesem Heft nachlesen kann.

00:28:37: Nachdem ich mit dir geredet habe, hab ich das Gefühl, dass man wahrscheinlich immer mal nach den Konzerten auf dich zugehen kann.

00:28:44: Jederzeit!

00:28:45: Und Konzerte sind auch Events.

00:28:49: Ich wünschte mir auch ... nachher bei Sammeln sind, vielleicht könnte man die schönen Elbers-Hallen da auch ein bisschen nutzen.

00:28:57: Da gibt es eine der schönsten Bars Nordrhein-Westfalen, die leider nicht so genutzt wird wie ich mir das vorstelle.

00:29:06: aber es wäre ja auch schön wenn man danach jedem Symphoniekonzert sich auf ein Glas Champagner einen Hagen Mule zum Beispiel oder etwas anderes treffen kann und Die Musik noch mal Revue passieren lassen, denn es macht was mit einem.

00:29:22: Man geht in ein Konzert und kommt doch immer wieder ein bisschen als ein anderer Mensch heraus – hoffentlich ein besserer.

00:29:29: Das finde ich gut!

00:29:30: Also wir sehen uns in der Bar nach den Subfoniekonzerten.

00:29:35: Vielen Dank Sebastian für diese Frage.

00:29:36: Vielen dank Miriam.

00:29:38: Freut mich sehr.

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