Secrets mit Anja Schöne und Anne Schröder
Shownotes
Rampenschnack – Folge 06: Secrets & 25 Jahre LUTZ
Mit Anne Schröder und Anja Schöne
In Folge 06 von Rampenschnack werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des LUTZ und sprechen über ein ganz besonderes Projekt: „Secrets“ – ein interaktives Theaterstück über das Experiment Pubertät.
Zu Gast sind Anne Schröder und Anja Schöne, die Einblicke in den Entstehungsprozess geben und erzählen, wie gemeinsam mit jungen Menschen ein neues, partizipatives Theaterformat entwickelt wurde. Im Zentrum steht dabei die Frage: Wie schafft man einen Raum, in dem Themen wie Körper, Veränderung und Unsicherheiten ehrlich und ohne Tabus verhandelt werden können?
„Secrets“ macht genau das möglich – direkt, interaktiv und nah an der Lebensrealität seines Publikums. Die Folge beleuchtet, wie Probenarbeit, Recherche und künstlerische Entwicklung ineinandergreifen und warum gerade das gemeinsame Erleben eine so große Rolle spielt.
Gleichzeitig geht es auch um das LUTZ selbst: Seit 25 Jahren steht es für innovatives Theater für junges Publikum. Anne Schröder und Anja Schöne sprechen darüber, was diese Arbeit ausmacht, wie sich das Theater entwickelt hat und warum Formate wie „Secrets“ ein wichtiger Bestandteil davon sind.
Eine Folge über künstlerische Prozesse, mutige Themen und ein Theater, das sich immer wieder neu erfindet.
Jetzt reinhören und mehr erfahren!
„Secrets“ live im LUTZ erleben, Tickets gibt es unter theaterhagen.de
Transkript anzeigen
00:00:04: Achtung,
00:00:05: das ist das dritte Zeichen für den Podcast Rampenschnack.
00:00:09: Bitte alle Beteiligten
00:00:10: zur Bühne!
00:00:12: Dann erstmal herzlich willkommen zu unserem Podcast Rampschnack.
00:00:18: und meine erste Frage an alle Leute ist immer wer bist du?
00:00:24: Ja, mein Name ist Anja Schöne und ich bin seit der Spielzeit zehnzehnt zwölfundachzehn die Leiterin des Lutz, der Sparte für junges Publikum am Theater Hagen.
00:00:34: Und wer bist du Anne?
00:00:36: Ich bin Anne Schröder und auch seit der spielzeit siebzehn achtzehn am Lutz als Dramaturgin und Schauspielerin.
00:00:44: Und wenn ich jetzt drei Sachen wissen müsste über euch was sind die drei wichtigsten Dinge, die ich jetzt in diesem Moment über euch wissen muss?
00:00:52: die drei wichtigsten Dinge sind ich bin Regisseurin, ich bin Autorin und ich bin Kölnerin.
00:00:59: Ich liebe junges Publikum!
00:01:02: Ich bewege mich wahnsinnig gerne und ich mag Hagen auch wenn ich in Köln wurde.
00:01:13: Was beschäftigt euch heute?
00:01:15: Also was war so in eurem Arbeitstag?
00:01:17: womit lauft ihr gerade rum und denkt drüber
00:01:19: nach?
00:01:20: Also ich habe heute tatsächlich begonnen, den Text zu schreiben für unsere nächste Premiere Secrets.
00:01:25: Deswegen bin ich und ich bin sowieso gerade sehr mit dem Thema Geheimnisse bei jungen Menschen beschäftigt.
00:01:32: Denn gestern Abend war Probe vom Team Opa und auch wir entwickeln ja ein kleines Musical zusammen zum Thema Geheimnisse.
00:01:38: von daher bin ich grade sehr damit beschäftigt was bewegt junge Menschen?
00:01:42: Und wie zeigen wir das auf der Bühne?
00:01:46: so dass ich so ein bisschen meine vielleicht ironische Distanzbrille, die man ja einfach dann dreißig Jahre später auf halt ablegen kann und irgendwie total ernst nehmen.
00:01:58: Und gleichzeitig ist es trotzdem aber nicht so eine pathetische Dramaveranstaltung wird sondern Spaß macht.
00:02:06: Und bei dir Anne was betreibt... Was treibt dich heute so um?
00:02:09: oder woran hast du heute gearbeitet?
00:02:11: Also ich habe eben nochmal eine Einladung gesichtet, zum Vielfalt tut gut Festival und jetzt gerade sind ja auch die internationalen Wochen gegen Rassismus vorbei.
00:02:24: Und habe auch noch mal mit unserer Kollegin aus der Theatervermittlung drüber gesprochen das Hagen eigentlich super viele Formate hat um irgendwie Vielfald und Toleranz und Diversität nach vorne zu bringen.
00:02:38: und wir haben uns gefragt ob ob es zu viel ist, ob es noch anders kanalisiert werden müsste.
00:02:47: Wieviel wir beitragen können?
00:02:48: Wieviele wir eh schon durch unsere Arbeit am Lutz beitragten.
00:02:52: und genau da passt dann eben auch die Vorbereitung.
00:02:55: ich habe eben auch nochmal zu Secrets ein Buch von einer transgender Person zur Hand genommen.
00:03:02: in USA lebt uns so problematik beschreibt unter auch Einschränkungen die immer größer werden unter der aktuellen Regierung.
00:03:10: Und das greift irgendwie gerade alles so ineinander, also es ist die Frage in welcher Welt wollen wir leben?
00:03:14: und ja wie viel müssen wir tun?
00:03:17: Es geht das was wir machen zielgerichtet in die richtige Richtung oder verpuffts auch mal weil's nicht fokussiert genug ist.
00:03:27: Das hat mich irgendwie gerade heute besonders beschäftigt.
00:03:30: Also ich merke schon... Entschuldigung!
00:03:32: Ich habe heute total den Frosch im Hals.
00:03:36: Ich merke schon, ihr arbeitet ziemlich inhaltlich verschränkt auch ihr Beine miteinander.
00:03:43: Vielleicht könnt Ihr so ein bisschen unserem Publikum – auch wenn Ihr jetzt schon so lange hier seid und alle in Hagen euch kennen – aber nochmal erklären was eure Positionen sind und vielleicht auch wie Ihr eigentlich zusammenarbeitet?
00:03:59: Wichtig ist ja sowieso, dass Theater eine Teamgeschichte ist.
00:04:02: Und das man das nie alleine für sich macht weil Theater entsteht nur im Team und wir sind nun ein Team wo beide mehrfach Aufgaben haben.
00:04:13: ich seittun hier natürlich ganz viel Koordination macht da immer irgendwie so die ersten Ideen ausspuckt und da ich ja sowohl Regisseurin als auch Autoren bin denke ich dann immer direkt auch sowohl in Wort als auch in Bühne.
00:04:26: aber dafür bin ich natürlich total drauf angewiesen, dass ich das nicht so alleine vor mich hindenke.
00:04:30: Sondern es ist mindestens noch eine andere Person gibt mit der ich das erst im kleinen Team bespreche, bevor wir das auch ans weitere Team geben.
00:04:39: Egal was wir machen sei es jetzt participativ dann kommt die Theatervermittlung dazu, sei es eben konkret bezogen auf irgendwelche Produktionen, da kommt die Ausstattung dazu ist Theater wirklich etwas, was im Team entsteht und deswegen ist es für mich sehr schön, dass sich mit einer Partnerin an der Seite haben, mit der langfristig Sachen entwickeln kann Und wir viele Menschen dabei haben, die uns schon lange begleiten aber auch immer wieder neue dazu kommen.
00:05:02: Habt ihr spezielle Themen?
00:05:04: Also ist zum Beispiel das Thema Antirassismus für dich auch so wirklich ein Steckenpferd wo du sagst da prüfst du auch immer eure Spielzeiten nochmal auf Herz und Nieren?
00:05:12: Das ist glaube ich für uns beide total wichtig.
00:05:14: also wir haben glaub ich immer Themen die eine mehr noch mal interessieren oder begeistern vielleicht auch als andere Themen.
00:05:26: Ich habe den Eindruck, wir finden da immer gut zusammen und haben ja unterschiedliche Blickwinkel.
00:05:32: Und versuchen mit einem großen Thema was für uns als Spielzeitenauto gesetzt wird dann irgendwie neue Verbindungen.
00:05:41: also das inspiriert ja eigentlich immer nur so die Themen die wir eh für wichtig und relevant halten, dann nochmal aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
00:05:51: Und da haben wir unterschiedliche Assoziationen, denen wir danach gehen und sich gegenseitig befruchten würde ich sagen also es ist eigentlich ein permanenter Austausch und eine permanente Weiterentwicklung.
00:06:04: so erlebe ich das eigentlich und dann gibt's so unterschiedliche Ausformungen je nach Spielzeit, wie wir da einen Schwerpunkt setzen.
00:06:12: Und du bist auch als Schauspielerin ja hier am Lutz tätig?
00:06:17: Spielst du denn in Secrets mit?
00:06:20: Nein!
00:06:21: Das heißt, da bist du nur Dramaturgin
00:06:23: und tatsächlich wäre es jetzt diesmal auch knapp weil parallel noch ein anderes Stück was eigentlich im Dezember Premiere haben sollte Gründen?
00:06:37: Leider nicht stattfinden konnte.
00:06:39: Haben wir jetzt auf Ende der Spielzeit verlegt und insofern sind wir jetzt gerade dann in der Situation, dass wir zwei Stücke parallel
00:06:46: hoch
00:06:47: werden.
00:06:47: Das wird eh noch spannend ein spannender Spagat weil ich dann in anderen Produktionen eben spielend dabei bin und Anja dramaturgisch und währenddessen in der anderen Produkation Regie führt immer mal dazukommen muss und dann eben auf der Probe.
00:07:09: für das andere Stück fehle.
00:07:10: Also sagen wir mal, wir werden in den nächsten zwei Monaten nicht zu wenig zu tun haben.
00:07:16: Das heißt ihr habt auch mehrere Klone Zuhause die ihr dann immer so los schicken oder so
00:07:20: rumtab?
00:07:20: Genau weil tatsächlich werden wir ja auch ein bisschen wahrscheinlich sogar in zwei Städten proben.
00:07:24: und des Dings da die andere Produktion in Köln anfangen an der Bühne wo da bekommen wir netterweise die Bühnen zur Verfügung gestellt an der anderen und ich beide vorher gearbeitet haben und genau dies bei mir nebenan quasi.
00:07:36: deswegen Kann ich dann vielleicht, bevor ich hier her reise, da vorbeischauen?
00:07:41: Und man muss ja auch sagen.
00:07:42: Ich habe hier ein bisschen Team zur Verfügung.
00:07:45: Wir haben noch die Daria dabei, die früher auch als Theatervermittlerin bei uns war und jetzt hin- und wieder aus Berlin kommt um uns mit ein bisschen Hauptstadt in anderem Rückenwind und Expertise zu bereichern.
00:07:56: Nur irgendwie Matone wird tänzerisch-choreografisch uns noch begleiten!
00:08:00: Wir haben ja auch gerne tatsächlich viel Team weil Anna hat es ja gerade schon gesagt.
00:08:05: Je mehr Perspektiven desto besser.
00:08:08: Und wir haben uns vorher ja auch schon eine Menge Perspektive und Meinungen eingeholt, denn im Vorlauf zu dieser Produktion – das ist glaube ich etwas was sehr typisch geworden ist für viele Produktionen die wir machen – haben wir ja Workshops gemacht mit jungen Menschen.
00:08:20: Genau da wollte ich nämlich auch noch mal darauf hinaus.
00:08:23: Ich habe im Internet auch nochmal eure Ankündigung gelesen und es heißt ja A dass Secrets ein interaktives Stück ist und ich hab gelesen ihr habt Mitleuten Jugendlichen, Leuten zusammengearbeitet.
00:08:35: Könnt ihr das so ein bisschen umreißen?
00:08:37: Weil du auch gesagt hast jetzt angefangen den Text zu schreiben.
00:08:40: Das bedeutet, du hast irgendwelche Materialien gesammelt und ja wie kamst du dazu oder wie kam dir dazu?
00:08:47: also wir haben gedacht Wir können uns zwei in grüben Zügen erinnern was unsere Wertepubität bewegt hat.
00:08:57: sicher hat man da auch das eine oder andere verdrängt.
00:09:00: Aber Povetät im Jahre, ist halt auch was anderes.
00:09:05: Wir sind ja noch so eine Dinosaurierengeneration die ohne Social Media aufgewachsen ist.
00:09:10: Wir hatten nicht irgendwie Corona in einer ganz entscheidenden Phase unserer Entwicklung.
00:09:14: wir sind beides weiße deutsche Mädchen die hier geboren aufgewachsen sind und uns als weibliche Personen lesen entsprechend unseren biologischen Sohre.
00:09:24: also es ist natürlich ne eingeschränkte Perspektive die wir haben und das was wir machen wollen nicht als erwachsene Personen über das reden, was wir denken.
00:09:33: Was junge Menschen bewegt sondern eben versuchen das zu repräsentieren, was auch aus denen herauskommt.
00:09:37: und deswegen haben wir in einem relativ breit angelegten Projekt auf unterschiedliche Art und Weise und mit unterschiedlichen Künstlerinnen mit jungen Menschen hier aus Hagen geredet, Workshops gemacht musikalisch, spielerisch aber viel tatsächlich auch gesprochen, auch im Bereich Social Media gearbeitet.
00:09:55: Unsere neue Theatervermittlere Lina hat da sehr viele Expertise und ja das ist zusammengestellt worden und haben wir dann im Team in vielen Runden hin und her bewegt.
00:10:06: einmal unter dem Aspekt Wie geht der szenische Ansatz?
00:10:10: Ja,
00:10:10: eben.
00:10:10: Weil wenn man so viel Material hat ist ja schon auch irgendwie ... Genau!
00:10:15: Welche Figuren gibt's und das habt ihr aber jetzt schon entschieden also... Das
00:10:18: haben wir entschieden.
00:10:19: Und ich glaube was wir jetzt im Prozess noch ein bisschen rausfinden müssen ist was aus diesem tatsächlich auch relativ großen Potpourri an interaktiven partizipativen Möglichkeiten benutzen werden.
00:10:33: Natürlich waren dafür auch die Workshops super, weil methodisch auch schon ein bisschen geguckt wurde.
00:10:39: Was funkt da?
00:10:40: Wo haben die jungen Menschen Spaß wirklich mitzumachen?
00:10:43: und das wird in der tatsächlich sehr knappen Probenphase von drei Wochen jetzt aber auch noch dann konkretisiert
00:10:49: werden.
00:10:49: Und das heißt wenn ich mit meiner Klasse zu euch komme oder wenn ich als Jugendliche zu ihr komme, dann werde ich auch irgendwie involviert in den Theaterablauf.
00:10:58: Wir wollen natürlich auch nicht nur sprachlich sondern wir haben Tanzworkshops gegeben und das Thema Körper ist natürlich auch total wichtig.
00:11:06: Und wir haben auch schon mit Fotoalbum eine Produktion, wo wir hier im Ganzen also den ganzen Saal, dem ganzen Raum im Lutz nutzen und nicht diese Trennung vornehmen zwischen Podium- und Bühnenfläche sondern es soll ein insgesamter Erlebnisraum werden, den man also mit allen Sinn sozusagen wahrnehmen kann und genau!
00:11:28: Also insofern wollen Wir finden das dann auch in den Proben gemeinsam raus, aber deswegen haben wir ja auch die Noemi als Choreografin noch mit dabei.
00:11:37: Und wer
00:11:38: hat auch Workshops gemacht?
00:11:39: Genau!
00:11:40: Die eins zu eins Erfahrung aus den Workshop und
00:11:42: die haben ganz wunderbare Protokolle alle die Workshobs gegeben haben geschrieben wo sie Beobachtungen auch notiert haben und die Haben uns eben auch inspiriert nochmal bestimmte Themen besonders ins Auge zu fassen und dem da dann spannende partizipative Formate zu entwickeln, sodass das hier irgendwie im besten Fall ein Erlebnisraum wird wo alle sich also den sie als Safe Space wahrnehmen und merken dass sie auch mit ihren Problemen nicht so ganz allein sind.
00:12:18: Denn das ist ja auch irgendwie oft so'n Ding in der Pubertät, dass man denkt oh Gott ich habe Probleme anstellen, sehe ich Veränderungen die das hat keinen anderen und sich damit sehr allein fühlt.
00:12:30: Und ich darf es so nicht sagen weil sonst führt mich alle anderen noch viel komischer als sie mich eh schon komisch finden.
00:12:35: Ja ja
00:12:36: und ich finde also ich persönlich habe er... Also ich erlebe den Beginn der Wechseljahre total so auch.
00:12:43: Also ich habe auch das Gefühl, mein Körper macht wieder total crazy Sachen und ich denke manchmal so vielleicht sollte ich mich noch mal mehr mit dreizehnjährigen unterhalten weil die irgendwie
00:12:51: nochmal
00:12:52: mehr
00:12:52: so fühlen
00:12:53: wie ich so denke.
00:12:54: hey!
00:12:54: Das war doch vorher nicht so dick wie es ist jetzt geworden.
00:12:56: also das finde ich auch ganz spannend eigentlich in diesen Prozessen dass man im Leben mehrere so Wechsel durchläuft.
00:13:03: So Umbrüche,
00:13:04: ja wir haben jetzt den Vorteil aber zumindest ein bisschen Erfahrung zu haben und in der Pubertät kommt noch viel mehr dazu.
00:13:11: also da ist er nicht nur das der Körper sich verändert und die Interessen sondern dass man natürlich auch ablegt dass die Eltern Ja, voll.
00:13:21: So das Vorbild für alles sind und einem sagen wo es lang geht sondern man muss für sich selber rausfinden wo man in der Welt steht und welche Werte man vertreten möchte unter Umständen eben auch entgegen gesetzt zu dem was man bisher so gelernt hat.
00:13:35: und ja und da ist eine ganz große Verunsicherung weil man keine Erfahrungswert hat auf die man zurückgreifen kann.
00:13:42: und dann würde ich sagen haben wir's jetzt auch wenn wechseljahre echt nervig sind, haben wir es vielleicht dann doch an dem einen oder anderen Punkt etwas leichter.
00:13:53: Ja und genau was du sagst finde ich auch.
00:13:55: also dass man die Werte klar muss man sich immer die werte immer wieder checken so aber das ist nicht so.
00:14:01: es gibt auch nicht diesen Wertigkeitsgruppendruck den man natürlich als Jugendlicher hat.
00:14:07: Und wenn's gut läuft hat man sich ja auch schon irgendwie als wertvoller Mensch erfahren.
00:14:13: Manchmal ja noch so.
00:14:14: die große Frage ist.
00:14:16: Aber das Stück heißt Secrets, also das heißt ihr habt schon auch nach Geheimnissen gefragt, die die Jugendlichen verspüren oder eher das Geheimnis der Pubertät bearbeitet?
00:14:27: Im Grunde ist es das Geheimnis der pubertät aber es geht schon noch sehr viel darum was wird verschwiegen.
00:14:32: Was wird wem gegenüber verschwiegen und wo ändert sich vielleicht auch... Also wir beschäftigen uns auch mit dem Thema Geheimnisse nach wie vor mit der Frage, was sind denn gute Geheimnisse und was sind schlechte Geheimnisse?
00:14:45: Ja ist auch im Sinne vorhanden.
00:14:46: Manchmal wenn wir jetzt ein Geheimnis haben kann uns das ja auch verbinden auf eine Art und Weise gegen den Rest der Welt.
00:14:52: Aber was entsteht?
00:14:54: Scham ist natürlich also Scham und Geheimnesses manchmal da ja fast ein synonymes Wort in dem Kontext, woraus mache ich halt ein Geheimnis weil ich mich schäme... Was es nur Unsicherheit?
00:15:04: und wie kann man mit bisschen Glück Das Stück hier und da so ein bisschen.
00:15:11: Natürlich machen wir den jetzt nicht allen das Leben ultra leicht, aber vielleicht können wir hier und dann ein bisschen was auflockern.
00:15:17: Hier und da ein paar Geheimnisse lüften oder vielleicht ein paar Unsicherheiten glätten.
00:15:21: und wenn alle mit einem
00:15:23: Ticken
00:15:24: mehr irgendwie selbst vertrauen aus der Veranstaltung rausgehen und vielleicht auch gar nicht raus gehen, vielleicht kommt es zwei Monate später habe ich glaube dann ist viel gewonnen.
00:15:33: Oder auch das Chaos umarmen denke ich gerade?
00:15:36: dass man halt auch sagt, ich nehme das jetzt einfach mal so an.
00:15:40: Dass gerade alles irgendwie durcheinander ist und weiß eben nicht die einzige der es so geht und kann das dann vielleicht auch irgendwie mit Humor im besten Fall.
00:15:50: Ja, das wäre glaube ich auch was wir uns manchmal wünschen.
00:15:53: Wir verstehen dass wir manchmal herausfordernd sind für diesen Betrieb der so langfristig plant und weiß die und die Oper funktioniert nach dem und dem Schema.
00:16:00: und es ist bei uns halt immer gar nicht so weil wir so prozesshaft arbeiten und in der Arbeit total viel entsteht und ich glaub damit wirken wir manchmal total chaotisch auf bestimmte Abteilung, aber es ist halt der Prozess den wir gelernt haben zu umarmen.
00:16:16: Weil für uns damit die besten Ergebnisse entstehen, die möglichst nah dran sind an unserem jungen
00:16:21: Publikum.".
00:16:22: Also für mich hört sich das auch wirklich anders.
00:16:24: würde diese interaktive Format auch total gut dazu
00:16:29: passen?
00:16:30: Ich habe noch so ein paar schnelle Fragen für euch und zwar wenn ihr entscheiden müsstet Chaos oder Perfektionismus?
00:16:38: Ja.
00:16:40: Sehr gut!
00:16:41: Stückentwicklung oder Klassiker?
00:16:45: Beides.
00:16:46: Unentscheidbar beides, ja.
00:16:49: Sehr good.
00:16:50: Popmusik oder Klasik?
00:16:52: Popmusikk.
00:16:53: Ja...
00:16:55: Selber singen oder ins Konzert gehen?
00:16:58: Ins Konzern gehen.
00:17:00: Ja mal so, mal so.
00:17:02: Sehrgut.
00:17:04: Wenn ihr in dieser Welt und ihr habt ja schon sehr viel beschrieben auch was euch wichtig ist eine Sache permanent ändern dürftet.
00:17:13: Was wäre das?
00:17:18: für Herbert Grönemeyer mal so schön gesungen hat, gibt den Kindern das Kommando.
00:17:22: Das ist ein bisschen übertrieben aber diese Welt ist nicht darauf ausgelegt dass junge Menschen einen Mitspracherecht haben, dass sie gehört werden und es für sie in Raum gibt.
00:17:32: und das ist total wichtig, dass eben nicht die entschuldigt wenn ich dir zu sage Altenweißen Männer die Entscheidungen treffen sondern die ganz jung und frisch und noch viel vorteils freier durch diese Welt gehen klar brauchen die Beratung und so brauchen die Leute die schonmal was erlebt haben so wie wir Rolle spielen und dass sie einen Raum haben.
00:17:49: Und Mitsprache reicht, das würde ich gerne dauerhaft ändern.
00:17:52: Anne?
00:17:54: Ich würde sagen es bräuchte eine oder ich würde eine Fokusverschiebung vom wirtschaftlichen zu menschlichen ja wollen mir wünschen genau weil das so viele Probleme damit einhergehen.
00:18:08: Ja
00:18:12: abschließend weil wir jetzt schon fast am Ende von unserem Podcast sind würde mich noch interessieren Ihr macht ja in einem großen Haus mit mehreren Spaten sozusagen das Komplettprogramm eigentlich.
00:18:25: Mit ein paar Ausnahmen natürlich und es gibt ja ganz viel Vermittlungsangebote auch in den anderen Spaten, aber ihr seid designiert für jüngeres Publikum.
00:18:35: Gibt's in dieser Arbeit was ihr noch erreichen wollt oder irgendein Ziel wo ihr denkt ach dass würde ich gerne noch weiß ich nicht umsetzen oder im Traum den ihr
00:18:44: habt?
00:18:45: Also ich würde mich immer noch freuen, wenn an den Wochenenden bei den Familienvorstellungen das Publikum noch diverser wäre.
00:18:55: Und ich glaube und da ist in diesem Haus in dieser Spielzeit schon sehr viel Positives passiert.
00:19:03: nichtsdestotrotz ist der Blick immer noch achja dass es das Theater für junges Publikums Nicht von der einen, aber so.
00:19:17: Also ich finde das schön wenn wir von allen gleichermaßen als gleichwertige Sparte angesehen würden mit der gleichen Wichtigkeit und Berechtigung vielleicht mit dem gleichen Budget.
00:19:27: Wir haben ein bisschen weniger.
00:19:28: natürlich auch Personal sind ja auch kleinere
00:19:30: Menschen
00:19:31: es sind auch kleinerem ist ein kleinerer
00:19:32: Raum.
00:19:35: Genau, die Bühne ist kleiner.
00:19:36: Die Menschen sind jünger!
00:19:37: Stolz, ein,
00:19:38: vier und sechzig.
00:19:40: Ach so doch nicht du?
00:19:42: Ich meine auch nicht deine Größe.
00:19:44: Deuer Publikum ist niedriger...
00:19:46: Aber die brauchen eigentlich noch viel mehr.
00:19:48: Das
00:19:48: stimmt, sie brauchen eigentlich mehr Geld.
00:19:49: Ja,
00:19:50: weil
00:19:50: wir müssen einfach viel mehr special effects-bunte Bühnenbilder.
00:19:55: Aber ich mein jetzt auch nicht nur die Menschen im Haus sondern auch draußen, weil es ist ja immer so, dass das diese Denke gibt Gesamtgesamte Seltschaftlich.
00:20:04: Ah ja, das ist halt für Kinder und ah ja es ist halt Für kinder hat auch immer irgendwie so ein geschmack und keine gleichwertigkeit Und die würde ich mir wünschen
00:20:12: Ja ja und eure nächste spielzeit apropos heißt ja
00:20:15: glitter
00:20:16: oder glitzer genau Das heißt da gibt's auf jeden fall schon mehr bam
00:20:21: Ja
00:20:22: Ja und da können wir uns auch freuen.
00:20:26: Ja Ich danke euch total für diesen podcast und ganz viel spaß mit secrets.
00:20:33: Und ja, ich bin gespannt was wir alles erleben werden.
00:20:38: Ich glaube
00:20:39: und muss ehrlich sagen also ich denke jetzt auch so eigentlich sollten sehr viele Erwachsene kommen weil wahrscheinlich ist es ein total crazy Ritt sich nochmal dann mit sich selbst vor zehn zwanzig dreißig Jahren zu beschäftigen.
00:20:52: unbedingt Ja
00:20:53: kommt alle vorbei
00:20:55: Dankeschön
00:20:56: gerne.
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